Psychologie

Leuchte in deinen Farben

Veröffentlicht

Gastbeitrag von Nina Pfister

Jedem Menschen stehen andere Farben

Kennst du das? Ist dir das auch schon einmal oder sogar öfter passiert? Du siehst diese tolle Bluse in leuchtendem Türkis im Schaufenster der Boutique und willst sie unbedingt haben. So eine schöne Farbe! Du probierst sie an, die Verkäuferin ist auch begeistert und sagt, dass es sie an Urlaub in der Karibik erinnert. Euphorisch kaufst du die Bluse und hängst sie daheim in deinen Kleiderschrank. Als du sie wieder anziehen willst, fühlst du dich irgendwie nicht wohl. Deine Augenringe sind dunkler, deine Rötungen im Gesicht sichtbarer und du erscheinst blass. Du greifst dann doch lieber zu einem anderen Oberteil. Die türkisfarbene Bluse bleibt im Schrank.

Finde deine persönlichen Strahle-Farben

Ich kann dir sagen, woran das liegt. Dein Teint harmoniert nicht mit dem Farbton der Bluse. Jeder Mensch hat einen bestimmten Hautunterton und der gibt vor, welche Farben dir stehen und dich zum Leuchten und Strahlen bringen. Bei einer Farbberatung kannst du herausfinden, welche Farben mit deinem Teint harmonieren. Vor allem ist die Unterscheidung in kühl- und warmtonige Farben wichtig. Denn dein Teint kann entweder kühl sein oder auch einen warmen Hautunterton aufweisen. Wenn du weißt, ob du kühl- oder warmtonig bist, dann kann man bei der Beratung viele weitere Farbtücher ausprobieren. Dann kommen auch deine Augen- und Haarfarbe ins Spiel und natürlich auch persönliche Vorlieben. Welche Farben gefallen dir? Welche nicht?

Alle Farben sind reine Energie.

Das Spektrum der für unsere Augen sichtbaren Strahlen ist sehr klein. Aber alle Regenbogenfarben sind darin enthalten. Es gibt noch sehr viel mehr „unsichtbare“ Strahlen im Universum. Radiowellen, Infrarot- oder Röntgenstrahlen gibt es da zum Beispiel. Wir können sie mit unseren Augen nicht sehen, aber sie sind trotzdem da. Also, welche Farben bringen dich zum Strahlen? Mit welchen Energiestrahlen bist du auf einer Wellenlänge? Da bekommt das Wort „Strahlen“ eine ganz neue Bedeutung.

Rot ist ein sehr langwelliges Licht, während Blau kurzwellig ist. Grün liegt in der Mitte. Für diese drei Farben, die auch die Grundfarben der Lichtfarben sind, haben wir im menschlichen Auge Farbrezeptoren, die sogenannten Zapfen. Es gibt sogar Menschen, die haben wohl vier Farbrezeptoren. Man nennt sie Tetrachromaten. So genau kann man nicht beweisen, welche Farben und ob überhaupt, sie zusätzlich sehen können. Vermutet wird ein „Orange-Rezeptor“. Bei vielen Menschen gibt es zwar anatomisch einen vierten Farbrezeptor, aber er ist meistens inaktiv. Wer weiß, warum es evolutionstechnisch wichtig war, so was zu haben.

Die Psychologie und Symbolik der Farben

Wenn du eine Farbe siehst, dann verbindest du unbewusst oder auch bewusst etwas ganz Bestimmtes damit. Das ist kulturell unterschiedlich. In unserer europäischen Kultur verbinden wir Rot mit Kraft, Liebe, Blut und Leidenschaft. Die Farbe Rot ist für unser Gehirn eine starke Signal- und Warnfarbe. Instinktiv schauen wir in Bruchteilen einer Sekunde auf etwas Rotes. Im Straßenverkehr wird das nützlich eingesetzt. Wenn eine Frau also ein rotes Kleid trägt, sollte sie damit rechnen, angeschaut zu werden. Interessanterweise war Rot noch im Mittelalter die typische Männerfarbe. Heute schenken die Männer rote Rosen, um der Angebeteten zu signalisieren, dass er sie liebt.

Blau hingegen ist die Farbe der Ruhe, Kühle, Sehnsucht und des Vertrauens. Ein blaues Kleid in der Abenddämmerung behält für unsere Augen am längsten die Farbe, wenn das Licht langsam verschwindet. In der Dunkelheit können wir mit den Zapfen nichts mehr anfangen. Da müssen die Stäbchen übernehmen, die für Hell- und Dunkelsehen verantwortlich. Also, wie wäre es mal mit einem blauen Abendkleid?

Die Farbe Grün bedeutet Leben, Entspannung, Fruchtbarkeit und Heilung. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass die Wellenlänge Grün Migräneanfälle mildern kann. Sehr faszinierend. Ein Blick ins Grüne oder auch der Aufenthalt in der grünen Natur kann tatsächlich heilend wirken. Aber Grün bedeutet auch „Gift“ oder „Unreife“. Wir werden so vor dem Verzehr von giftiger oder ungesunder Nahrung gewarnt. Sagt das aber bitte nicht euren Kindern, so haben die eine Ausrede, kein grünes Gemüse mehr zu essen…

Farben sind ein wichtiger Bestandteil unseres Alltags und können uns zum Leuchten und Strahlen bringen, unsere Entscheidungen beeinflussen und unser Leben einfach schöner machen.

www.ninas-glueckstraining.de

Nina Pfister

Am 21.08.2019 kannst du Nina Pfister auf unserem BusinessMeeting in Frankfurt treffen und hören.

Foto Nina Pfister: Michèle Karl Fotografie, Beitragsbild: garageband pixabay